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Aufgabe 6:

Analysieren Sie die folgende Fehlerliste

Fehlerliste

Beantworten Sie die folgenden Fragen:

  1. Wie hoch ist die Gesamtfehlerrate?
  2. Wie hoch ist die Fehlerrate für sich ausschließende Ereignisse?
    Für die Beantwortung dieser Frage müssen Sie sich überlegen, ob die genannten Fehler gemeinsam an einem Fahrrad auftreten können oder ob sich Fehler einander ausschließen? In der dargestellten Fehlerliste schließen sich die Fehler 6 und 7 aus. Wie hoch ist nun die Wahrscheinlichkeit, dass einer dieser Fehler auftritt?
  3. Wie hoch ist die Fehlerrate für gemeinsam auftretende Ereignisse?
    Die Fehler 1 bis 2 (Kratzer, Beule) sind Ergebnisse einer unsachgemäßen Handhabung der Produkte im Laufe der Produktion. Aus der Fehlersammelliste ist nicht erkennbar, ob die Fehler einzeln oder gemeinsam an einem Fahrrad auftreten. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass diese Fehler gemeinsam an einem Produkt auftreten?
  4. Wie hoch ist der Anteil der Montagefehler?
    Die Fehler 5, 6 und 7 können in unserem Beispiel der Montageabteilung zugeordnet werden.

 

Lösung Aufgabe 6:

 

  1. Summe der Fehler = 67
    Fehlerrate = 27,9%
  2. w(F6vF7)=7,9%
  3. w(F1^F2)=0,09%
    Das gemeinsame Auftreten der Fehler ist unwahrscheinlich.
  4. w(F5^(F6vF7))=15%

Hinweise zur Lösung Aufgabe 6

 

  1. Wie hoch ist die Gesamtfehlerrate?

Summe der Häufigkeit = 67
oder Summe der Fehlerrate = 27,9%

  1. Wie hoch ist die Fehlerrate für sich ausschließende Ereignisse?

Für die Beantwortung dieser Frage müssen wir uns überlegen, ob die genannten Fehler gemeinsam an einem Fahrrad auftreten können oder ob sich Fehler einander ausschließen? In der dargestellten Fehlerliste schließen sich die Fehler 6 und 7 aus. Wie hoch ist nun die Wahrscheinlichkeit, dass einer dieser Fehler auftritt? Für die Wahrscheinlichkeit, dass von zwei sich einander ausschließenden Ereignissen das Eine oder das Andere eintritt, gilt das Additionsgesetz:
w(F6vF7) = w(F6) + w(F7)
w(F6vF7)=0,029 + 0,050=0,079= 7,9%

  1. Wie hoch ist die Fehlerrate für gemeinsam auftretende Ereignisse?

Die Fehler 1 bis 2 (Kratzer, Beule) sind Ergebnisse einer unsachgemäßen Handhabung der Produkte im Laufe der Produktion. Aus der Fehlersammelliste ist nicht erkennbar, ob die Fehler einzeln oder gemeinsam an einem Fahrrad auftreten. Mit Hilfe des Multiplikationsgesetzes kann die Wahrscheinlichkeit berechnet werden, dass alle beiden Fehler an einem Fahrrad gemeinsam auftreten:

 w(F1^F2)=w(F1)*w(F2)

w(F1^F2)= 0,054 * 0,017 = 0,000918 = 0.09%
Das Ergebnis zeigt uns, dass die gemeinsame Auftretenswahrscheinlichkeit der Fehler F1 und F2 sehr gering ist.

  1. Wie hoch ist der Anteil der Montagefehler?

Die Fehler 5, 6 und 7 können in unserem Beispiel der Montageabteilung zugeordnet werden. Die Gesamtfehlerrate der Montageabteilung ließe sich dann wie folgt berechnen:
w[F5^(F6vF7)]=w(F5)+w(F6vF7)=0,071+0,079=0,15=15%


Die Wahrscheinlichkeit, dass mehrere Montagefehler an einem Fahrrad auftreten wird dann wie folgt berechnet:

w[F5^(F6vF7)]=w(F5)*w(F6vF7)=0,071*0,079=0,00561=0,56%


Zusammenfassung
Der Aussagewert von Fehlersammellisten ist sehr begrenzt. Vorteile liegen in dem geringen Dokumentationsaufwand, sowie der schnellen Auswertmöglichkeit. Ein Fehlerzählblatt bietet die Möglichkeit, auch den Fehlerort zu kennzeichnen, so dass damit auch Stellen mit gehäuften Fehlerauftreten grafisch dargestellt werden können. Mit Hilfe von statistischen Verfahren kann eine statistische Aussage über Auftretenswahrscheinlichkeiten von Fehlern in Form einer Kennzahl – z.B. der Fehlerrate – dargestellt werden.
In der Praxis wird häufig die Entwicklung (Trendverlauf) der Fehlerrate eines Produktes als Indikator für die Durchführung von Maßnahmen verwendet. Sinkt die Fehlerrate, können daraus Schlussfolgerungen auf eine erfolgreiche Maßnahmeumsetzung gezogen werden. Mit Hilfe der Qualitätskosten kann der Maßnahmeerfolg somit monetär ausgedrückt werden. Hierbei ist allerdings darauf zu achten, dass die einzelnen Datenerhebungen unter gleichwertigen Bedingungen stattfinden.

 

 

 

 

 

 

Leistungen

Wir bieten Projektarbeiten in folgenden Bereichen:
  • Planung und Konstruktion fördertechnischer Anlagen
  • innerbetriebliche Auditierung von technischen Prozessen und Verfahren
  • Entwicklung und Einführung von Qualitätssicherungsverfahren für klebetechnischen Fügeprozessen
  • Erstellung von Technischen Dokumentationen (in deutscher Sprache)
  • Stahlbau - Planung und Konstruktion
 

Seminare

  • Technischen Mechanik
  • Statik I und II
  • Fügetechnik
  • Maschinenelemente
  • Mitarbeiterseminare zu Klebetechnischen Anwendungen
  • Qualitätsmanagementsysteme und Methoden der Qualitätssicherung
  • Werkstofftechnik
  • Handhabungssysteme in der Produktion und Logistik

 

 

Profil

  • Ingenieur für Maschinenbau (Spezialisierung Fördertechnik)
  • Projektingenieur für Automatisierungstechnik (Spezialisierung Gebäudeleittechnik)
  • QM-Auditor (TÜV zertifiziert)
  • DVS/EWF-Klebefachkraft (European Adhesive Specialist) - Zertifizierung in Vorbereitung

Ing. Uwe Herbst, Schubertstr. 10, 35418 Buseck-Oppenrod, Tel.: 0176 81 553 138, E-Mail: info@qmberatung.eu, Ust.-Id.: DE213914218