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Aufgabe 5:

Erläutern Sie die Bedeutung der FMEA-Methode für ein Industrieunternehmen!

Zur Beantwortung der Fragestellung sollten Sie die folgenden Gesichtspunkte beachten:

  1. Problemstellung für Unternehmen
  2. Zielstellung bzw. Forderungen für Unternehmen
  3. Aufgabenstellung, also der Unterschied zwischen Sollforderungen und Iststand, welche sich ergeben.

Lösungsvorschlag:

Eine durchgeführte FMEA für ein Produkt, ein System oder einen Prozess ist ein Weg, wie der Hersteller glaubhaft versichern oder sogar nachweisen kann, dass er seiner Konstruktions-, Fabrikations-, Instruktions- und Organisations-Verantwortung gerecht geworden ist und er nicht fahrlässig oder mit Vorsatz gehandelt hat.
Alle diese Forderungen führen dazu, dass bereits im Vorfeld der Herstellung oder der Änderung an einem Produkt, dieses auf wesentliche Fehler und Mängel hin untersucht werden muss.

Die FMEA ist eine Risiko-Analyse, welche von der Norm DIN EN ISO 9001:2015 expliziied gefordert wird. Für Produkte, von welchen ein erhöhtes Risiko ausgehen kann, sind zahlreiche gesetzliche Vorschriften einzuhalten. Das möglicherweise auftretende Risiko, welches von einem Produkt ausgehen kann, muss durch eine Risikoanalyse untersucht und bewertet werden. Hohe Risiken sind durch entsprechende Maßnahmen zu minimieren. Die erfolgreiche Minimierung von Risiken muss wiedrum durch eine erneute Risikoanalyse nachgewiesen werden. Eine FMEA wird im Regelfall vor der Freigabe bzw. Einführung durchgeführt und kann damit erhebliche, später auftretende Fehlerkosten minimieren.

 

(Für eine ausführliche Darstellung dieser Problematik - siehe Register Hinweise)

Bedeutung der FMEA

Kunden haben unterschiedliche Forderungen und Ansprüche an erworbene Produkte. Diese Ansprüche können sich je nach Kundengruppe zwar sehr differenzieren, ja sogar widersprechen, doch eine Forderung wird von allen Kunden erhoben, die Forderung, dass durch die Nutzung und Lagerung des Produktes sein Leben, seine Gesundheit und sein Eigentum unversehrt bleibt. Kann von einem Produkt eine solche Gefahr ausgehen bzw. kann diese Gefahr nicht ausgeschlossen werden, hat ein Hersteller für die Schäden aufzukommen - Produkthaftung.
Weiterhin verlangt der Kunde vom erworbenen Produkt, dass dieses die versprochenen Funktionen erfüllt. Wurden vom Hersteller noch weitere spezifische Eigenschaften zugesichert, die eventuell auch zur Kaufentscheidung mit beigetragen haben, so verlangt der Kunde selbstverständlich auch die Erfüllung dieser zugesicherten Eigenschaften. Der Hersteller haftet für die versprochenen Eigenschaften in Form der Gewährleistungshaftung.

Risikobeurteilung für ein Produkt

Doch auch das Unternehmen selbst hat Ansprüche an seine Produkte. Hierbei hat es vorrangig die Herstellungsprozesse im Blickwinkel, welche mehr oder weniger Kosten verursachen können. Im Rahmen der Kostenoptimierung ist die Entwicklung der Qualitätskosten ein Maßstab für das Auftreten von Produktions- und Produktmängeln. Die Senkung der Qualitätskosten ist deshalb eine Forderung des obersten Managements.
Die Produkthaftung nach ProdHaftG ist verschuldensabhängig, d.h. der Hersteller haftet nur für Schäden, die in seinem Organisationsbereich liegen. In der Rechtsprechung werden verschiedene Fehlerkategorien verwendet, die an die verschiedenen Herstellungsstufen eines Produktes anknüpfen:

Verantwortlichkeiten für ein Unternehmen

Entwicklungsfehler sind trotz Anwendung des Standes der Technik nicht erkennbar, hierfür haftet der Hersteller nicht.
Haftung setzt auch ein Verschulden des Herstellers voraus. Dieses Verschulden kann in Vorsatz oder durch Fahrlässigkeit begründet sein. Ein Vorsatz liegt vor, wenn ein pflichtwidriges Handeln bekannt ist oder zumindest billigend in Kauf genommen wird. Unter Fahrlässigkeit wird die Vernachlässigung der erforderlichen Sorgfaltspflicht verstanden. Rechtlich wird hierbei noch zwischen grober und leichter Fahrlässigkeit unterschieden. Liegen die Verschuldenskriterien bei einer Haftungsklage nicht vor, muss der Hersteller auch nicht haften. Durch die im ProdHaftG festgelegte Beweislastumkehr, wird im Schadensfall vorerst ein Verschulden des Herstellers angenommen, und es liegt nun an diesem, seine Schuldlosigkeit zu beweisen.
Eine durchgeführte FMEA für ein Produkt, ein System oder einen Prozess ist ein Weg, wie der Hersteller nachweisen kann, dass er seiner Konstruktions-, Fabrikations-, Instruktions- und Organisations-Verantwortung gerecht geworden ist und er nicht fahrlässig oder mit Vorsatz gehandelt hat.
Alle diese Forderungen führen dazu, dass bereits im Vorfeld der Herstellung oder der Änderung an einem Produkt, dieses auf wesentliche Fehler und Mängel hin untersucht werden muss.

 

 

 

 

 

Leistungen

Wir bieten Projektarbeiten in folgenden Bereichen:
  • Planung und Konstruktion fördertechnischer Anlagen
  • innerbetriebliche Auditierung von technischen Prozessen und Verfahren
  • Entwicklung und Einführung von Qualitätssicherungsverfahren für klebetechnischen Fügeprozessen
  • Erstellung von Technischen Dokumentationen (in deutscher Sprache)
  • Stahlbau - Planung und Konstruktion
 

Seminare

  • Technischen Mechanik
  • Statik I und II
  • Fügetechnik
  • Maschinenelemente
  • Mitarbeiterseminare zu Klebetechnischen Anwendungen
  • Qualitätsmanagementsysteme und Methoden der Qualitätssicherung
  • Werkstofftechnik
  • Handhabungssysteme in der Produktion und Logistik

 

 

Profil

  • Ingenieur für Maschinenbau (Spezialisierung Fördertechnik)
  • Projektingenieur für Automatisierungstechnik (Spezialisierung Gebäudeleittechnik)
  • QM-Auditor (TÜV zertifiziert)
  • DVS/EWF-Klebefachkraft (European Adhesive Specialist) - Zertifizierung in Vorbereitung

Ing. Uwe Herbst, Schubertstr. 10, 35418 Buseck-Oppenrod, Tel.: 0176 81 553 138, E-Mail: info@qmberatung.eu, Ust.-Id.: DE213914218